Mehr Photovoltaik auf Gewerbedächern – Kampagne 2021+

Eine Kampagne des:

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit Unterstützung von:

LEE NRW
IHK NRW

Information

Versicherung

Foto: Pixabay
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Der Betrieb einer Photovoltaikanlage stellt immer ein gewisses finanzielles Risiko dar, das mit Versicherungen deutlich abgemindert werden kann. In manchen Fällen kann die PV-Anlage in bereits bestehende Versicherungspolicen des Unternehmens mit aufgenommen werden. Spezielle PV-Versicherungen bieten allerdings oftmals einen größeren und auf den Betrieb zugeschnittenen Versicherungsumfang.

Betreiberhaftpflicht

Die Haftpflichtversicherung umfasst in der Regel Personenschäden (z. B. Stromschlag im Zuge einer Wartung), Sachschäden (z. B. durch Rauch im Brandfall, herabfallende Module) und weitere Schäden (z. B. Einleitungsschäden, die den Netzbetreiber treffen). Auch allmählich auftretende Schäden wie Feuchtigkeit oder Undichtigkeit werden abgedeckt. Die Kosten variieren je nach Anbieter, Anlagengröße und Versicherungsumfang. Beispielsweise ist für eine 200-kWp-Anlage mit Investitionskosten in Höhe von 150.000 Euro eine jährliche Prämie von 100 bis 150 Euro zu erwarten.

Allgefahrenversicherung

Schäden, die an der Photovoltaikanlage selbst entstehen, können mit Hilfe einer Allgefahrenversicherung abgedeckt werden. Der Schutz umfasst neben den PV-Modulen auch alle weiteren für den Betrieb notwendigen Komponenten, d. h. Unterkonstruktion, Leistungselektronik, Verkabelung und Zähler. Je nach Anbieter werden auch periphere Komponenten wie Trafostation, Batterie und Schutzeinrichtungen abgedeckt.

Der Schutz reicht von Ursachen wie Diebstahl über Vandalismus, Witterung, Fahrlässigkeit, Brand, höhere Gewalt und Tierbissen. Je nach Anbieter ist auch die Kostenübernahme von Folgeleistungen wie Gerüststellung, Entsorgung und Aufräumarbeiten in den Policen enthalten.

Die jährlichen Kosten bewegen sich für eine 200-kWp-Anlage im Bereich von 200 bis 300 Euro.

Ertragsausfallversicherung

Eine Ertragsausfallversicherung ist oft Teil der Allgefahrenversicherung, kann allerdings auch separat abgeschlossen werden. Diese Art der Versicherung kommt für finanzielle Schäden auf, wenn die Anlage keinen Solarstrom produzieren kann. Mitversichert sind in der Regel Ursachen, die im Rahmen der Allgefahrenversicherung abgedeckt sind.

Abhängig vom Anbieter ist mit einer Entschädigungshöhe von 2 bis 3 Euro pro kWp und Tag zu rechnen. Die Höhe kann je nach Jahreszeit variieren, und die Entschädigungsdauer ist in den meisten Fällen auf 6 bis 12 Monate begrenzt. Eine weitere Option ist die GAP-Deckung. Im Falle eines Totalschadens der PV-Anlage kann eine GAP-Deckung dazu beitragen, die Differenz aus Zeitwertentschädigung und Restschuld in Folge einer Finanzierung zu kompensieren. Sie ist daher bei einer Investition mit Fremdkapital von besonderem Interesse.

Die Kosten einer Ertragsausfallversicherung sind meist in den Kosten der Allgefahrenversicherung enthalten.